2AHITN 2016/17
REliSophiKUMM - GOTT
Bericht zur Gesprächsreihe REliSophiKUMM. Ein Projekt der 2AHITN und 3AHTIN im Rahmen des katholischen Religionsunterrichtes. Gesprächspartnerin: Mag. Sabine Gottstein
Einleitendes Bild: REliSophiKUMM - GOTT

Zu den von der Projektgruppe erarbeiteten Fragen zu Menschsein, Glaube und Leben gab uns allen Frau Professorin Gottstein ein berührendes Zeugnis. Hier ein paar Einblicke:

 

Im Alltag von Schule und anderem gehen solche Fragen oft unter, daher bedankte sich Frau Professorin zu Beginn, dass sie sich wieder einmal damit befassen kann; und es wird uns von Beginn an klar: Hier spricht eine beseelte und daraus engagierte Frau, wie es die Jugend heute kaum mehr erleben darf. Eigentlich ist alles Religion, meint Gottstein. Sie ist schon als Jugendliche aus der Kirche ausgetreten, die Werte sind ihr aber spürbar wichtig. Denn Kirche ist für viele in ihren Regeln zu eng, aber Rituale, das Geistliche und die Spiritualität geben den Menschen Halt und Geleit. Gottstein erzählt dazu sehr berührend, dass auch ihre Kinder getauft sind, um sich selbst einmal als Erwachsene dann entscheiden zu können, welchen religiösen Weg sie weitergehen wollen. Sie gibt uns auch Beispiele von Begräbnisfeiern: Eine war ohne kirchlicher Feier und die andere mit einem Priester und auch den religiösen Gebeten. Am Land erlebt man noch Gemeinschaft bei Feiern und an sogenannten Lebenswendefeiern ist es schon sehr tröstlich, mit einem Priester zu feiern und nicht allein sein zu müssen. Daraus ergibt sich für Frau Professorin ein besonderes Menschenbild: Begleitung, Gemeinschaft statt Anonymität, Werte.

 

Am religiösen Leben fühlt sich Frau Professorin Gottstein der Kirchenmusik sehr verbunden. Berührend spricht sie zu Bach und anderen. Sie gibt uns Menschen aus der Kirche als Persönlichkeiten wieder, die zum Wohle der Gemeinschaft dieser Welt stehen: Caritas-Präsidenten z. B. sind Heilige für sie, da sie über den Tellerrand schaun.

Das glückliche Leben ist für Frau Professorin Zufriedenheit. Die Werte dazu sind in der Familie an den Geschwistern zu lernen, nämlich: verzichten können, teilen, Rücksicht nehmen. Ein Leben lang hat der Mensch – und dazu sind wir ja Menschen geworden! – an sich zu arbeiten, um diese Werte auch leben zu können. Gottstein lernte an oftmaligen Indien-Reisen. Beim Reisen sind Menschen zu sehen, die nicht so sind, wie wir es kennen. Das erweitert den eigenen Horizont und lehrt das stete Überdenken eigener Positionen. Das zusammenfassende Schlusswort, nachdem uns die Schulglocke allzu früh aus dem Gespräch riss, war: Reist!

 

Herzlichen Dank an Frau Professorin Sabine Gottstein, dass wir an einer lebendigen Zeitzeugin der 80er Jahre für unser Leben lernen durften.

 

Das letzte Gespräch der Reihe findet mit Herrn Prof. Mag. Markus Gföhler am 19. Mai im Raum 2213 in der 4. Stunde statt.

Heute schon wollen wir zur Abschlussveranstaltung mit allen Gesprächspartner_innen am 2. Juni im Konferenzzimmer um 11 Uhr einladen!

Im Namen des Projektteams Samuel Straus und Anna-Maria Klaghofer