2AHITN 2016/17
REliSophiKUMM - Bruder
Bericht zur Gesprächsreihe REliSophiKUMM. Ein Projekt der 2AHITN und 3AHTIN im Rahmen des katholischen Religionsunterrichtes. Gesprächspartner: Herr Josef Bruder, Rektor der Schulkapelle
Einleitendes Bild: REliSophiKUMM - Bruder

Zu den von der Projektgruppe erarbeiteten Fragen zu Menschsein, Glaube und Leben gab uns allen Herr Josef Bruder ein berührendes Zeugnis. Hier ein paar Einblicke:

 

Zu Beginn des Gesprächs gab uns Josef Einblick in seine Lebensstationen: Im Münsterland aufgewachsen, ist Josef schon bald mit wirtschaftlichen Belangen im Lebensmittelgeschäft seiner Eltern (Später waren diese Mitglieder des REWE-Konzerns Münster in Westfalen, deren Zentrale sich in Köln befindet; Ein Cousin der Mutter war Eigentümer der KLAAS Mähdrescher) vertraut und so erlernt er auch den Beruf des Groß- und Einzelhandelskaufmanns. Nach dem unfreiwilligen Dienst bei der Bundeswehr, wo er den Führerschein B machte, setzte Josef aber dann seinen Wunsch des Priesteramtes durch. Er machte Abitur, studierte zunächst Kunst, Pädagogik und Deutsch. In Regensburg dann Theologie, abgeschlossen in Wien, wo er dann bleibt. Nach seiner Weihe 1988 kam Josef auch an unsere Schule als Religionslehrer und bis heute als unser Rektor der Schulkapelle. Heute lebt Josef in Himberg bei Wien und steht kurz vor seiner Pensionierung. Nun will er das Philosophie-Studium nachholen.

 

In all diesen Stationen lernte Josef, dass Gott das Leben lenkt und alles Nötige dazu bereitstellt; überall sind gute Lernfelder zu finden, wo die Aufgabe zum Menschsein erfüllt werden kann. Durch Gespräche mit Freunden ist mit Herz, Gespür und Verstand die jeweils richtige Entscheidung zu finden. Josef macht das in einem kurzen Teil des Befragens mancher Schüler zu DEREN Biographien sichtbar.

Religion spielte in Josefs Leben von Kindheit an eine wesentliche Rolle: Er erzählt dazu von seiner Mutter, die am Karfreitag immer das Geschäft verließ, um den Kreuzweg in der Kirche zu beten. Daraus stellte er sich immer wieder die Frage: Wozu sind wir auf Erden? Josef nimmt die Antwort aus dem Katechismus: um Gott zu lieben und ihm zu dienen, um einst in den Himmel aufgenommen zu werden (Kleiner Katechismus, I: Vom Glauben). Die jungen Menschen sollen sich also auf Gott einlassen, Gutes tun, Beten, Lesen, Gemeinschaft in den Heiligen Messen üben.

 

Das ist für Josef auch dann das Gute Leben. Im ständigen Bewusstsein, was würde Jesus tun, ist Leben ein stetes Lernen am Ursprung, an den Quellen, aus der Bibel; einfach im Lebensstil, bereichert an Menschen, Studium und Reisen. Es hat alles seine Stunde! (Koh 3, 1)

 

Herzlichen Dank an Josef Bruder, der uns an seinen Lebensstationen teilhaben ließ, wodurch wir für unser glückendes Leben lernen durften.

 

Wenn Sie weiterlesen möchten, können Sie gerne in das Projekthandbuch Einsicht nehmen, in dem das vollständige Gespräch nachzulesen ist.

Das nächste Gespräch findet mit Frau Mag. Sabine Gottstein am 5. Mai im Raum 2213 in der 4. Stunde statt.

Im Namen des Projektteams Samuel Straus und Anna-Maria Klaghofer