1BK 2017/18
Die 1BK im "Dialog im Dunkeln"
Am Freitag, 13.10.2017 besuchten wir, die 1BK, im Rahmen des PBSK Unterrichts für 3 Stunden das Projekt „Dialog im Dunkeln“.
Einleitendes Bild: Die 1BK im "Dialog im Dunkeln"

Wir besuchten die Ausstellung zu ‚Dialog im Dunkeln‘ auf der Freyung im 1. Bezirk. Gruppen mit je acht Personen (je zwei Projektgruppen) gingen mit einem Guide durch die uns unbekannte Umgebung. Bewaffnet mit Blindenstöcken ging es dann durch ein afrikanisches Dorf, über eine öffentliche Straße zur Hauptverkehrszeit bis wir zu guter Letzt an einer Bar rasten und unserem Guide María Fragen stellen konnten. María war Mitte 40 und hatte gut 99% ihres Augenlichts beginnend mit ungefähr 15 Jahren, durch eine Ablösung der Netzhaut, verloren.

Zu Beginn der Führung wurden wir von einem sehenden Guide in einer Reihe aufgestellt und diese Formation sollten wir die ganze Führung über beibehalten (was uns natürlich nicht gelang), uns mit der linken Hand an der Schulter des Vordermanns festhalten, während mit der rechten Hand der Blindenstock festgehalten wurde. Ab und an wurde die Schulter dann durch eine Wand oder ein Geländer zu unserer Linken ersetzt.  Unter anderem mussten wir über eine befahrene Hauptstraße gehen uns durch eine matschige Wiese kämpfen und über eine wackelige Brücke galt es an den Strand zu gelangen. Hin und wieder mussten noch Stufen überwunden oder diverse andere Hindernisse gemeistert werden. Zuletzt hieß es für unsere Gruppe ‚Gut festhalten!‘, denn es ging mit dem Motorboot über einen See bis an die Bar, an welcher so mancher ein kühles Getränk erwarb. Wie sich herausstellte war neben unserer Sehfähigkeit auch unsere Kreativität drastisch eingeschränkt, so endete Marías Aufforderung während der Bootsfahrt ein Lied anzustimmen mit Katzengeschrei aus einem Weihnachtslieder-Medley.

Unser Fazit:

Es war ein ganz neuer Einblick in das Leben ohne Augenlicht, ganz ohne trockenen Theorieunterricht. Das Einzige was wir uns noch gewünscht hätten, wäre die Möglichkeit, nach der eigentlichen Führung, die Räumlichkeiten zu begutachten. Es fühlte sich nämlich alles real an, dass es schwer zu glauben war, dass wir uns nicht in der echten Außenwelt befinden.