| Gelebte Integration |
Im Schulzentrum Ungargasse werden seit Jahren körper- und sinnesbehinderte SchülerInnen gemeinsam mit nichtbehinderten ausgebildet.
- Diese Integration soll den Lernenden die Möglichkeit geben, Sozialkompetenz zu erwerben und zu erweitern. Das gelebte Miteinander - auch über den Unterrichtsbereich hinaus - bietet allen die Chance, integrative Grundhaltungen zu erwerben bzw. schrittweise zu verfestigen.
- Im Sinne der angestrebten Chancengleichheit zwischen behinderten und nicht behinderten SchülerInnen gibt es spezielle Formen der Förderung: Klassenteilungen; Individualförderung; StützlehrerInnen; Bereitstellen von Hilfsmitteln; Wahrnehmen und Berücksichtigen spezieller Bedürfnisse im Unterricht, um das Ausbildungsziel zu erreichen; spezielle Gegenstände, die integratives Handeln fördern; spezielle Bildungsberatung; Möglichkeit für behinderte Schüler Begabungsstärken in einer "Orientierungsstufe" auszutesten; medizinische und therapeutische Betreuung im Haus; angeschlossenes Schülerheim mit intensiver Betreuung.
Das Alltäglichwerden der Integration soll bewirken, dass nichtbehinderte SchülerInnen Hilfestellungen anzubieten lernen und dass ihre oft schwerbehinderten MitschülerInnen lernen, behinderungsbedingte Schwächen auszugleichen und selbstbewusst Kontakte mit Nichtbehinderten zu pflegen, sodass sie sich als gleichberechtigte Partner erleben können. Ein gewaltfreier, durch gegenseitigen Respekt gekennzeichneter Umgang miteinander ist dafür eine notwendige Voraussetzung.
- Die LehrerInnen an dieser Schule leben eine integrative Grundhaltung vor, sie erweitern mit Fortbildungsveranstaltungen laufend ihre Kompetenz in Fragen der Behindertenintegration, die sie durch teils jahrelange Erfahrung erworben haben; NeulehrerInnen werden speziell eingeschult.
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| Qualifikation für den späteren Beruf |
| Im Schulzentrum Ungargasse wird bei der Unterrichtsgestaltung besonderer Wert auf das Anwenden neuer Technologien gelegt. Das bezieht sich vor allem auf die modernen Methoden der Datenverarbeitung, denen sowohl in der kaufmännischen als auch in der technischen Abteilung breiter Raum gewidmet wird. Da die zukünftigen Erfolgsfaktoren vor allem Teamorientierung, Kommunikationsfähigkeit und Präsentationssicherheit sind, werden diese Schlüsselqualifikationen verstärkt im Unterricht trainiert. Insbesondere durch projektorientierten Unterricht werden die Schüler zu selbstgesteuerten Lernprozessen angehalten, die sich im späteren Berufsleben durch lebenslanges Lernen und Weiterbildung fortsetzen sollten. Eine enge Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Industrie (Projekte, Lehrausgänge, Exkursionen) sichern eine praxisnahe Ausbildung. Vernetztes Denken wird bei den Schülern insbesondere durch fächerübergreifende Projekte gefördert. |
| Kreativität |
Das berufsbildende Schulwesen hat die SchülerInnen nicht nur auf das Berufsleben vorzubereiten, sondern soll sie in ihrer gesamten Persönlichkeit fördern. Insofern ist die Schule auch ein Forum, wo individuelle und gesellschaftliche Werthaltungen diskutiert werden, wo sich die junge Generation artikuliert, ihre eigene Sicht der Welt zum Ausdruck bringt und Visionen einer "besseren" Welt entwickelt. Das Schulzentrum Ungargasse hat es sich zum Ziel gesetzt, diesen Aspekt durch kulturelle Projekte zu betonen. Sie sollen Kreativität wecken und ausbilden - eine Fähigkeit, die auch in der Berufswelt für die Lösung vieler Probleme erforderlich ist. Über Qualifikationen wie selbständiges Denken, Teamarbeit, Eigenverantwortung und soziales Engagement, die mit diesen Projekten vermittelt werden, ergeben sich viele weitere Zusammenhänge mit beruflichen Erfordernissen. |
| Öffnung nach außen |
Die Imagepflege der Schule sichert längerfristig die kontinuierliche Weiterentwicklung des Schulzentrums Ungargasse. Durch Publikationen, Präsentationen und Veranstaltungen versucht es der Öffentlichkeit die Ziele der Schule und ihre spezielle Infrastruktur darzulegen. Dazu zählen insbesondere die Themenschwerpunkte des Leitbildes: Gelebte Integration, Qualifikation für den Beruf und Kreativität.
Projektpräsentationen sind von großer Bedeutung. Eine öffentlichkeitswirksame Vermarktung steigert einerseits die Motivation der Schüler und grenzt gleichzeitig unser Schulprofil gegenüber anderen Ausbildungseinrichtungen klar ab. Um auch eine möglichst große Präsenz in den Medien zu erreichen, sollen diese Veranstaltungen von der ganzen Schule mitgetragen werden. Große Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang dem "Tag der offenen Tür" zu. Diese Veranstaltung bietet der Schule die Möglichkeit mit ihren Anliegen und Zielen an eine interessierte Öffentlichkeit heranzutreten.
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